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Ergotherapie

Die schönsten Fotos der Ergotherapie sind schon da. Die Texte dazu kommen demnächst ...

Ergotherapie

Hauptaufgabe der Ergotherapeuten/innen ist es, die größtmögliche Handlungsfähigkeit und die damit verbundene Selbstständigkeit der Kinder im Alltag zu unterstützen und zu erreichen, sowie eine verbesserte Entwicklung der Motorik.

Unsere Ergotherapeutinnen/en  der K- Schule (von links nach rechts): Theresa Pfütz, Ernst Kuban, Matina Kosak (Externe Therapeutin) und Heidi Geib.

Sensorische Integration nach Jean Ayres

Das Hauptziel der SI ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, eine Fülle an Sinnesreizen zu sammeln. Beim Schaukeln, Rutschen, Hüpfen und Kriechen, kann das Gehirn diese Eindrücke mit den Sinnesorganen aufnehmen, ordnen und sinnvoll miteinander verknüpfen (integrieren). Dadurch kann das Gehirn brauchbare Körperreaktionen, sinnvolle Wahrnehmungen, Gefühlsreaktionen und Gedanken erzeugen. Dies dient der allgemeinen Entwicklung des Kindes und ist Vorraussetzung für aufbauende Leistungen des Gehirns wie z.B. Ausdauer und Konzentration.

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Aaron und Leon bauen gerne gemeinsam Höhlen oder Häuser aus den tollen SI- Spielwürfeln. Hierbei lernen sie auf spielerische Art und Weise ihre Kraft und Ausdauer zu steigern, denn für kleine Kinder sind diese Bausteine nicht gerade leicht. Sie erlernen, wie so ein Haus aufgebaut ist. Erst kommt der Boden, dann die Mauer rings herum, Fenster und Türen und auch an das Dach müssen die Jungs denken. Zeitgleich wird also auch die Räumliche Wahrnehmung geschult, welche für aufbauende Leistungen von enormer Bedeutung sind (z.B. der Erwerb der Schriftsprache).

Verschiedene Positionen einnehmen wie zum Beispiel liegend oder sitzend auf dem Rollbrett, durch einen engen Tunnel kriechen, auf wackligen SI-Schaukeln zu sitzen und dabei das Gleichgewicht zu halten, vermitteln den Kindern wichtige Informationen über ihren Körper. Die Verbesserung der Körperwahrnehmung ist gerade bei unseren Kindern und Jugendlichen eine sehr wichtige Aufgabe.  

Förderung der Motorik

Als Motorik bezeichnet man alle willentlich gesteuerten Bewegungen des Körpers. Hierbei unterscheidet man die Grob- und Feinmotorik. Alle großräumigen Bewegungen wie zum Beispiel Laufen, Hüpfen, Klettern, Ballspielen etc. gehören zur Grobmotorik. Alle feinräumigen Bewegungen wie z.B. Schuhe zubinden, Knöpfe schließen, Flaschenverschluss auf- und zu drehen gehören zur Feinmotorik. Die Stifthaltung und das Schreiben nennt man Graphomotorik und gehört ebenso zur Feinmotorik.

Grobmotorik-Training

Während die Kinder und Jugendlichen z.B. einen selbst gebauten Parkour bewältigen, entwickeln sie ein Gespür für den eigenen Körper (Körperwahrnehmung). Sie lernen auf spielerische Art und Weise ihre Körperkoordination zu verbessern, ihr Gleichgewicht in wackeligen Situationen zu halten und nebenbei noch einen Ball zu fangen. Auch die Auge-Hand und die Hand-Hand- Koordination gehört zur Grobmotorik. Spielerisch lernen die Kinder ihre Hände und Augen miteinander zu koordinieren um somit ein dynamisches Zusammenspiel zu erreichen. Daniel hat eine gute Körperwahrnehmung und somit gelingt es ihm, sich gut auf seinen Sprung vorzubereiten. Er passt beim Absprung seinen Körper der Situation an!

 

Beim Spiel mit dem Luftballon oder dem Ball ist es notwendig, Arme und Hände, zeitgleich mit den Augen zu koordinieren, denn nur wenn das Kind den Luftballon mit den Augen verfolgt, kann es seine Hände zielgerichtet auf das Fangen vorbereiten. Somit wird die gesamte Körperkoordination, vor allem aber die Auge- Hand bzw. Hand- Hand Koordination beübt.

Auch beim Turm bauen mit Bausteinen oder beim Ausrollen von Knete ist eine gute Koordination von Augen und Händen gefragt. Unseren  SVE Jungs gelingt es schon sehr gut und man kann den Anforderungsgrad immer etwas schwieriger gestalten. Z.B. verschiedene Ornamente in die von ihnen ausgerollte Knete drücken. Dabei müssen sie jetzt auch Kraft in den Armen und Händen aufbauen.

  

Feinmotorik-Training

Die Geschicklichkeit der Hände und Finger werden durch verschiedene Therapieangebote verbessert. Zum Beispiel Perlen auffädeln, Steckspiele, Übungen mit Therapieknete und kreative Arbeiten, verhelfen den Kindern die Bewegungen so genau wie möglich auszuführen. Das Aufnehmen eines Nagels mit dem Pinzettengriff, oder das festschrauben einer Mutter ist eine hohe Anforderung an das sogenannte ,,Fingerspitzengefühl“. Die verschiedenen Greifformen werden immer feiner und die Kinder können kleinräumige Bewegungen immer präziser durchführen. Diese Fähigkeit ist z.B. wichtig für das Öffnen verschiedener Verschlüsse, das Binden einer Schleife oder das Halten eines Stiftes.

 

Graphomotorik-Training

Hauptziel ist ein adäquater Umgang mit dem Stift. Das Graphomotoriktraining beinhaltet verschiedene spielerische Übungen, um die Motivation am Malen und dem späteren Schreiben aufzubauen. Es wird an einer unverkrampften Sitz- und Stifthaltung  mit optimaler Kraftdosierung gearbeitet. Die Kinder können Schreibhilfen wie z.B. einer Griffverdickung oder eine Schreibunterlage für Linkshänder ausprobieren, und diese im Alltag benutzen

Konzentrationstraining

Ziel ist es, durch altersgerechte Übungen die Konzentrationsspanne der Kinder zu steigern. Tolle computergestütze Trainingsprogramme wie zum Beispiel Cogpack, Audiolog oder Kon Zen kommen zum Einsatz. Die Kinder lernen ihre Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu fokussieren. Auch Spiele am Tisch und Arbeitsblätter werden verwendet. Die Kinder können sich somit im Unterricht besser konzentrieren. Beim Balance Tower kommt es auf die Geschicklichkeit der Hände an, vor allem aber muss man sich gut konzentrieren und einen klaren Kopf behalten. Hier zählt Ruhe! Für unsere Jugendlichen ist es stets eine Herausforderung, ihren eigenen Rekord zu brechen!!

Konzentriert läuft´ s wie geschmiert! 4 Gewinnt oder das Verückte Labyrinth! Zwei Spiele die volle Konzentration fordern und fördern, vor allem aber auch strategisches Denken und eine gute Räumliche Vorstellungskraft!

ADL-Training

Es werden wiederkehrende Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL), wie An- und Ausziehen, Essen und Trinken, Körperpflege und Toilettengang eingeübt und eine größtmögliche selbstständige Verrichtung angestrebt. Das Kind oder der Jugendliche erfährt hierbei die eigenen Fähigkeiten sowie die größtmögliche Unabhängigkeit. Dadurch kann es Selbstbewusstsein und vor allem Selbstvertrauen entwickeln.

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Ein gelungenes ADL-Projekt

 

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Im Rahmen des Förderunterrichtes arbeiten Lehrer, Erzieher und Therapeuten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen an ihrer Selbstständigkeit. Hier am Beispiel der K4/6: Das Thema lautet: Wir kochen unser eigenes Mittagessen! Alle Schritte, die für so ein Mittagessen geplant und durchgeführt werden müssen, erarbeiten die Kids mit Anleitung und führen diese schließlich selbstständig durch. Ziel dabei ist es, Hilfestellungen von den Erwachsenen zunehmend zu reduzieren! Vor allem aber sollen die Kinder Lust und Spaß am Eigenen Tun erleben und ihr Handlungsrepertoire bezüglich des Alltags erweitern. Einfach selber Kochen! So schmeckts nämlich am Besten!

Therapeutische Begleitung im Unterricht

 

Bei individuellem Förderbedarf eines Kindes im Unterricht, kann der Ergotherapeut unterstützend in einzelnen Fächern wirken, und z.B. bei der Strukturierung des Arbeitsplatzes helfen, Bewegungen des Kindes führen, Lösungswege gemeinsam mit dem Kind entwickeln und als Ziel haben, diese Abläufe zu Verbessern und die Selbsttätigkeit zu steigern.

Unterstützte Kommunikation

 

Unterstützte Kommunikation ist der Oberbegriff für alle pädagogischen oder therapeutischen Maßnahmen zur Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten/ Fähigkeiten von Menschen, die nicht oder nur kaum über Lautsprache verfügen (dazu gehören: körpereigene Zeichen, Gebärden, nichtelektronische Kommunikationshilfen).

Impressionen aus der Ergotherapie